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Lage
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Bleicherode befindet sich im Westteil des Kreises Nordhausen,
idyllisch an den Südausläufern des Harzes gelegen. Rund
ein Drittel des Territoriums gehört zum Landschaftsschutzgebiet „Bleicheröder Berge“. Die Stadt liegt ca. 270 m über NN, während die drei Bleicherode überragenden Höhenzüge eine durchschnittliche Höhe von 430 m aufweisen. Die erfüllende Gemeinde Stadt Bleicherode besteht in ihrer jetzigen Form seit dem 1. Juli 1994. Zu ihr gehören der eingemeindete Ortsteil Elende und die Gemeinden Etzelsrode, Friedrichsthal, Kehmstedt, Kleinbodungen, Kraja, Lipprechterode, Niedergebra und Obergebra. Die 1130 erstmals urkundlich erwähnte Stadt schmiegt sich an die „Bleicheröder Berge“. Die Stille Bleicherodes und die Ruhe der angrenzenden Wälder umgeben den Erholungssuchenden. Die Bleicheröder Berge gehören zu den kleinsten Gebirgen des Landkreises. Kühn steigen die Höhen aus den Tälern der Wipper und Bode empor. Von den Höhen der Klippen hat man einzigartige Fernblicke auf Harz, Hainleite, Kyffhäuser, Ohmgebirge und den Dün. |
Geschichte

Seine erste urkundliche Erwähnung fand das
Straßendorf „Blicherode“ um 1130, besiedelt war
das Gebiet allerdings schon in frühgeschichtlicher Zeit,
davon zeugen eine Wallburg auf dem Aaskehren und andere
historischer Denkmale.
Bleicherode gehörte zu dem Teil des Thüringer Reiches,
das nach der Zerstörung des Thüringer Königssitzes
Scheidungen (heute Burgscheidungen an der Unstrut im Jahre 531
durch die verbündeten Franken und Sachsen von
ostfälischen Sachsen erobert wurde. Etwa 250 Jahre
später wurde das Gebiet dem Fränkischen Reich
angegliedert.
Heinrich der IV. von Hohnstein erwarb 1303 Bleicherode und
verlieh dem Ort 1322 begrenzte Marktrechte.
1326 wurde die Ortschaft erstmals als Stadt erwähnt und
durfte ein eigenes Siegel und Wappen führen. Im Jahre 1442
wurde in Bleicherode eine Leineweberzunft gegründet, 1503
die ersten Stadtstatuten erlassen und im gleichen Jahr wurde
erstmals ein Spital erwähnt. Unter dem Bürgermeister
Heinrich Heise erfolgte 1540/41 der Bau des städtischen
Rathauses, auf dessen Grundmauern das nach dem 30-jährigen
Krieg zerstörte, danach wiedererrichtete und bis heute
erhaltengebliebene bzw. restaurierte Rathaus steht.
Im 30-jährigen Krieg wurde Bleicherode durch Truppen des
Grafen von Pappenheim am 3. Oktober 1632 geplündert und in
Brand gesteckt. Da die Landwirtschaft, Leineweberei und das
Handwerk infolge der Kriegseinwirkungen darniederlagen,
führten die Bleicheröder als Notgewerbe die
Schneckenzucht ein und tragen seit dieser Zeit den Spitznamen
„Schneckenhengste“.
Im Jahre 1648 kam Bleicherode unter brandenburgische Herrschaft
und wurde 1699 direkt dem preußischen König
unterstellt. Der Preußenkönig Friedrich II. besser
bekannt als der „Alte Fritz“, besuchte 1754 die Stadt
und gab Impulse für Förderung der Textilindustrie,
sodass bald die ersten Manufakturen entstanden.
Am 18. April 1822 wurde in Bleicherode der bedeutendste Sohn der Stadt, Prof. Dr. August Petermann geboren. Er war einer der bedeutendsten Kartografen seiner Zeit. „Asie centrale“, so hieß die erste selbständige Arbeit, die er für Alexander von Humboldt 1843 erstellte. Er war in Potsdam, Edinburgh und London tätig, ehe er aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse von den Gebrüdern Perthes nach Gotha geholt wurde und im dortigen kartografischen Verlag seine Tätigkeit fortsetzte. In den späteren Jahren widmete er sich der Erforschung der Polargebiete. Am 25. September 1878 verstarb Petermann. Sein Name wurde bisher in elf geografischen Benennungen auf der Erde und dem Mond verwendet.
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Nachdem 1888 im Raum Bleicherode Kalilager nachgewiesen worden waren, teufte man im August 1899 den ersten Schacht ab und bis 1990 prägte die Kaliindustrie nachdrücklich das Leben der Stadt und des Umlandes. Mit dem städtischen Elektrizitätswerk (erbaut 1903), der Gründung der Überlandzentrale Südharz (1911) und dem Bau des Kraftwerkes Bleicherode-Ost wurde die Energiewirtschaft ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. |
Angeregt durch die herrliche Lage der Stadt errichtete der
Heilpraktiker Karl Keilholz 1900 eine Kneipp-Kuranstalt und im
Jahre 1911 erhielt Bleicherode bis zum 2. Weltkrieg den
staatlichen Modus eines Luftkurortes.
Nach dem 1. Weltkrieg erblühten nicht nur Industrie, Handel
und Handwerk, sondern auch das geistig-kulturelle Leben sehr
vielfältig in der Stadt.1930 erfolgte die Einweihung des
städtischen Freibades und später des
Lichtspieltheaters. Beide Einrichtungen erfreuen sich noch heute
großer Beliebtheit. Nach der Wiedervereinigung im Jahre
1990 verschwand die auf eine mehr als 500-jährige Tradition
zurückblickende Textilindustrie, und der bedeutendste
Arbeitgeber der Region, das Kaliwerk, stellte seine Produktion
ein.
Bleicherode- Ihr
Urlaubsort im Südharz
Die Umgebung der Stadt Bleicherode kann mit einer Vielzahl von
landschaftlichen Reizen auf warten. Rund ein Drittel der
Fläche des Stadtgebietes von Bleicherode (etwa 650 ha)
gehören zum Landschaftsschutzgebidet der "Bleicheröder
Berge".
Auf den Muschelkalkböden der Bleicheröder Berge (ca.
400 m ü. NN) stehen herrliche Buchenwälder. Auch
Kiefernbestände haben sich stark vermehrt. Trockengraswiesen
bieten Pflanzen und Tieren eine Heimstatt.
Im Raum der Bleicheröder Berge
wachsen viele seltene Sträucher und Pflanzen, darunter
allein 14 Orchideenarten.Außerdem ist dieses Gebiet der
nördlichste Standort von Felsenbirnen, und es gibt
dendrologisch und botanisch interessante Vorkommen weiterer
seltener Mischholzarten, wie Linde und Bergulme sowie einen
größeren Eibenbestand. Mairitterlinge, Steinpilze,
Maronen u. a. Pilzarten bereichern das Pflanzenangebot.
Reh– und Schwarzwild, Fuchs, Hase, Bunt– und
Grünspecht, verschiedene Raubvogelarten und viele andere
Tierarten sind vorhanden.
Eine der Hauptmöglichkeiten zur Urlaubsgestaltung in
Bleicherode besteht derzeit in der Durchführung von
Wanderungen. Dazu laden die Bleicheröder Berge sowie die
benachbarten Höhenzüge Hainleite, Dün und
Ohmgebirge ein. Ein gut ausgeschildertes Wanderwegenetz, das u.
a. an den Gebietswanderweg Bleicheröder Berge- Ohmgebirge-
Eichsfeld angeschlossen ist, bietet auf Einzelrouten von 4 bis 28
km Länge Wandermöglichkeiten für unterschiedliche
Ansprüche.
Das Wanderwegenetz ermöglicht Übergänge in das
überregionale und internationale Wanderwegenetz.
Im einzelnen sind dies nachstehende Wanderwege:
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Ferner pflegt Bleicherode zu der im Bundesland Nordrhein-Westfalen liegenden Gemeinde Niederzier partnerschaftliche Beziehungen. Die ca. 13.300 Einwohner zählende Gemeinde besteht aus 7 Ortschaften sowie den Altgemarkungsbereichen Lich und Steinstraß - Umsiedlungsorte. Urkundlich wird Niederzier erstmals 898 als "Curnilo" erwähnt und 922 als "Cyrina" bezeichnet. "Cyrina" galt anfänglich für Niederzier und Oberzier, Im 12. Jahrhundert werden beide Gemeinden als selbständige Orte aufgeführt. Der Zusammenschluss der Gemeinden Nieder- und Oberzier fand 1969 auf freiwilliger Basis statt. 1972 erfolgt im Rahmen der kommunalen Neugliederung der Zusammenschluss von Niederzier, Ellen, Hochem-Stammeln und Seilhausen, Hambach und Lich-Steinstraß sowie des Ortsteiles
Krauthausen der Stadt Jülich zur Gemeinde Niederzier.
Am 27. September wurde ein Städtepartnerschaftsvertrag mit der polnischen Stadt Orneta abgeschlossen. Auf altpreußischem Gebiet mit der Bezeichnung "Wurmudyten" oder "Wormedythin" war zu Beginn des XIV. Jahrhunderts ein Ansiedlung entstanden. In einem Dokument vom 26. März 1313 wurde Orneta als Stadt bezeichnet und es ist anzunehmen, dass dieses Datum das Gründungsdatum der Stadt ist. In Dokumenten des XV. und XVI. Jahrhunderts wird die Stadt mehrmals sowohl als Orneta wie auch als Wormditt bezeichnet bzw. erwähnt.
Bis zur Zeit der ersten polnischen Teilung war Wormditt Bistum und unterstand der Administration der Kreuzritter. 1772 wurde in Petersburg die Teilung Polens auf einer Konferenz besiegelt. Das Gebiet, zu dem Orneta gehörte verblieb bei Preußen bis 1945. An Industriebetrieben gibt es hauptsächlich holzverarbeitende Betriebe. Die Lage von Orneta gibt der Stadt eine gute Perspektive. Die Nähe zu anderen Städten in den Masuren und auch zu den Nachbarn im Ausland, wie Russland mit Königsberg, Litauen und Weißrussland, ist eine günstige Voraussetzung für die eigene Wirtschaft und den Export.
Zur Zeit leben etwa 13.720 Bürger in Orneta. Das Gesamtgebiet, welches als Wormditter Ebene bezeichnet wird, ist Naturschutzgebiet. Herrliche Wälder und fischreiche Seen umgeben die Stadt. Der Ort selbst weist viele Sehenswürdigkeiten auf. Der wunderschöne Marktplatz ist mit alten Barockhäusern umbaut, die mit ihren Bogengängen Passagen bilden. Das Rathaus aus Backsteinziegeln im gotischen Stil wurde 1341 auf den Grundmauern eines Handelshauses erbaut. Sehenswert sind weiterhin die gotische Johanneskirche, die evangelische Kirche
und die jerusalemische Kapelle.
Anfang Juni 2002 erfolgte die Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages mit der bulgarischen Stadt Streltscha. Dieser bekannte nationale Badekurort befindet sich am Südfuß des Sastinska Sredna-Gebirges inmitten eines malerischen Talkessels im Tal des Flusses Streltschansko Luda Jana. Der über 4900 Einwohner zählende Ort liegt 475 m über dem Meeresspiegel und 100 km von Sofia entfernt. Seit 1969 ist Streltscha ein anerkannter Kurort.
Im Tal des Flusses, das reich an warmen und kalten Quellen ist, wachsen Obst und Gemüse, Wein und Getreide, der wichtigste Erwerbszweig ist aber der Rosenanbau zur Ölgewinnung. Die Stadt ist eine Stadt mit einer jahrhundertealten Geschichte. Die entdeckten Nekropolen und Hunderte verschiedener großer Hügel sind Beweise für das Leben von Thrakern, Slawen, Byzantinern und Protobulgaren in dieser Region. Heilkräftiges Mineralwasser macht Streltscha zu einem bekannten bulgarischen Kurort.
Streltscha ist ein anziehender touristischer Ort mit bemerkenswerten historischen Stätten und bietet Touristen und Erholungssuchenden sehr gute Voraussetzungen.
Alle Rechte liegen bei der Stadtverwaltung Bleicherode
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